Über mich

Mein Leben ist eine Reise zwischen Kunst, Technik und menschlicher Entwicklung – eine Reise, die mich von der Orchesterbühne über Tonstudios bis hin zur Begleitung von Menschen in ihren Veränderungsprozessen geführt hat. Heute arbeite ich als Trainer, systemischer Coach und Mediator im deutschsprachigen Raum (DACH). Ich verbinde dabei meine vielfältigen Erfahrungen mit fundiertem Wissen, um Führungskräfte, Mitarbeitende und Teams auf ihrem individuellen Weg zu unterstützen.


Von Hannover in die Welt der Musik

Geboren 1974 in Hannover, entdeckte ich schon früh meine Leidenschaft für Musik. Mein Studium des klassischen Schlagzeugs an der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover war nicht nur ein künstlerisches, sondern auch ein intellektuelles Lernfeld. Schlagzeug – ein Instrument, das Präzision, Rhythmus und Ausdruck vereint – prägte mein Verständnis für Struktur und Dynamik. Fähigkeiten, die mir später in ganz anderen Kontexten wiederbegegnen sollten.

Als Orchestermusiker spielte ich in renommierten Klangkörpern wie dem Hessischen Rundfunk, der Staatsoper Hannover und dem Staatstheater Braunschweig. Diese Jahre waren geprägt von Disziplin, Teamarbeit und dem Streben nach künstlerischer Exzellenz. Doch Musik ist nicht nur Kunst – sie ist auch ein Spiegel der Gesellschaft, ein Medium, das Emotionen weckt und Menschen verbindet. Internationale Tourneen führten mich in die USA, nach Kanada, Frankreich und Spanien, wo ich neben der Vielfalt der Musik auch die Bereicherungen und Herausforderungen kultureller Zusammenarbeit erlebte.

Eine besonders prägende Erfahrung war die Zusammenarbeit mit Karlheinz Stockhausen, einer der einflussreichsten Figuren der zeitgenössischen Musik. Seine Herangehensweise an Klang und Komposition forderte mich heraus, analytisch zu denken und gleichzeitig emotional zu bleiben – eine Fähigkeit, die mir seither in meiner Arbeit als Coach und Mediator immer wieder zugutekommt.

Leider endete dieser Lebensabschnitt abrupt: Eine gängige Musikererkrankung zwang mich, meine Karriere als Schlagzeuger zu beenden. Dieser Einschnitt war schmerzhaft, doch er öffnete mir die Tür zu einem neuen Weg – einem Weg, der mich in die Welt der Tonkunst führte.


Tonmeister: Die Kunst des Hörbaren

Nach meinem Abschied von der Bühne begann ich ein Tonmeisterstudium in Wien – ein Fach, das Technik, Physik und Kunst auf einzigartige Weise vereint. Tonmeister sind die unsichtbaren Architekten des Klangs: Sie nehmen auf, mischen, produzieren und gestalten, was am Ende die Zuhörer erreichen soll. Es ist eine Welt, in der ich lernte, dass Vollkommenheit nicht nur im Detail, sondern auch im großen Ganzen liegt.

Meine erste Station war die Vienna Symphonic Library, ein weltweit führendes Unternehmen für Sample-Bibliotheken. Als künstlerischer Aufnahmeleiter war ich maßgeblich an der Produktion von hochkomplexen Orchester-Samples beteiligt. Jeder Ton, jede Nuance musste so authentisch wie möglich eingefangen werden – eine Aufgabe, die nicht nur technisches Geschick, sondern auch ein feines Gehör und ein tiefes Gespür für Musik erforderte.

Nach meiner Zeit in Wien arbeitete ich zunächst in Hamburg als Tonmeister bei Syrinx music & media GmbH und später als freischaffender Tonmeister für einige der renommiertesten Institutionen und Unternehmen:

  • NDR Hamburg und Hannover
  • Salzburger Festspiele
  • ORF
  • EMI
  • Komische Oper Berlin
  • Projekte für private Auftraggeber in Japan und den USA

Diese Jahre waren eine Schule des Lebens. Ich lernte, unter Zeitdruck zu arbeiten, mit unterschiedlichen Kulturen und Arbeitsweisen umzugehen und gleichzeitig die künstlerische Vision im Blick zu behalten. Ob bei Live-Aufnahmen, Studio-Produktionen oder der Bearbeitung von Filmmusik – ich war immer wieder fasziniert davon, wie Emotionen entstehen können, wenn Technik und Kreativität ganzheitlich zusammenwirken.

Die Arbeit als Tonmeister war nicht nur kreativ, sondern auch organisatorisch anspruchsvoll. Ich trug Verantwortung für Teams, Budgets und komplexe technische Abläufe – ebenso wie dafür, Konflikte früh zu erkennen, unterschiedliche Interessen zusammenzuführen und Lösungen dafür zu finden. Erfahrungen, die mir heute in meiner Rolle als Führungskraft und Coach außerordentlich hilfreich sein sind.

2010 zog es mich nach Österreich, genauer gesagt in die Steiermark. Hier begann ein neuer Lebensabschnitt, der meine berufliche Laufbahn noch einmal grundlegend veränderte.


Von Graz aus: Musik, Lehre und die Begegnung mit Menschen

An der Kunstuniversität Graz übernahm ich die Leitung des Tonstudios – eine Position, die mich wieder mit der akademischen Welt verband. Fast ein Jahrzehnt lang arbeitete ich in den Bereichen Klassik, Jazz und Weltmusik, gestaltete Aufnahmen, unterrichtete Musiktechnologie und begleitete Studierende auf ihrem Weg in die professionelle Musikwelt.

Während ich mich in der Welt der Töne bewegte, entwickelte sich in Kombination mit der Verantwortung für strategische Personalthemen ein für mich zunehmend faszinierendes Interessensfeld: die Arbeit mit Menschen. Die Erfahrungen als Tonmeister hatten mir gezeigt, wie wichtig Kommunikation, Teamarbeit und Konfliktlösung sind – nicht nur im Studio, sondern auch in jedem anderen beruflichen Kontext. Ich begann, mich für Führung, Psychologie und persönliche Entwicklung zu interessieren und entschied mich, diese Themen systematisch zu vertiefen.

So erwarb ich zwischen 2019 und 2023 drei wichtige Qualifikationen:

  1. Trainer in der Erwachsenenbildung – um Wissen strukturiert weiterzugeben und Lernprozesse zu gestalten.
  2. Systemischer Coach (ISO-zertifiziert) – um Menschen in Veränderungsprozessen zu begleiten und ihnen zu helfen, ihre eigenen Lösungen zu finden.
  3. Mediator (eingetragen beim österreichischen Bundesministerium für Justiz) – um in Konflikten zu vermitteln und Brücken zwischen unterschiedlichen Perspektiven zu bauen.

Diese Ausbildungen erweiterten meine praktischen Erfahrungen um neue Perspektiven und wissenschaftlich fundierte Arbeitsansätze. Besonders der systemische Ansatz prägte mich: Statt Lösungen vorzugeben, stelle ich Fragen, die Menschen dazu bringen, ihre eigenen Potenziale zu entdecken. In der Mediation lernte ich, wie wichtig es ist, in Konflikten neutral zu bleiben und gleichzeitig empathisch zu handeln. Als Trainer wiederum entwickelte ich ein Gespür dafür, wie man komplexe Inhalte verständlich und praxisnah vermittelt.

Heute arbeite ich neben meiner Anstellung an der Kunstuniversität Graz als freiberuflicher Trainer, systemischer Coach und Mediator. Mein Fokus liegt auf der Begleitung von Führungskräften und Teams, die vor Herausforderungen wie Veränderungsprozessen, Teamentwicklung oder Konflikten stehen. Dabei verbinde ich mein Fachwissen mit den vielfältigen Erfahrungen aus meiner eigenen beruflichen Laufbahn: von der künstlerischen Leitung über die technische Präzision bis hin zur menschlichen Komponente.


Warum ich Menschen begleite

Wenn ich auf meinen Weg zurückblicke, wird mir eines immer klarer: Veränderung gelingt am besten, wenn sie von innen kommt. Ob als Musiker, Tonmeister oder Coach – es geht stets darum, Menschen dort abzuholen, wo sie stehen, und sie dabei zu unterstützen, ihre eigenen Stärken zu entdecken und neue Wege zu gehen.

Mein Anliegen ist es, wissenschaftlich fundierte Modelle mit praktischen Erfahrungen zu verbinden. Ich glaube daran, dass Führung nicht nur eine Frage von Hierarchien ist, sondern von Empathie, Klarheit und der Fähigkeit, Menschen zu inspirieren. Konflikte begreife ich nicht als Hindernisse, sondern als Chancen für Wachstum und Veränderung. Im Mittelpunkt steht für mich dabei der Mensch – mit seinen individuellen Zielen, Stärken und Möglichkeiten, neue Wege zu gehen.


Sie stehen vor einer Herausforderung, möchten ein Team weiterentwickeln oder suchen nach Wegen, um in Konflikten konstruktiv zu handeln?

Gerne können wir in einem unverbindlichen Gespräch herausfinden, wie ich Sie am besten unterstützen kann.

„Der Weg ist das Ziel.“
Konfuzius

Dieses Zitat begleitet mich seit meinen Anfängen als Musiker. Heute weiß ich: Der Weg ist nicht nur das Ziel, sondern auch die Reise, die uns zu dem macht, wer wir sind. Ich freue mich darauf, Sie auf Ihrer ganz persönlichen Reise zu begleiten.